
Warum Ihre Infrarotheizer eigentlich kaputtgehen – und wie man das behebt
Es gibt ein kleines Geheimnis bezüglich der Infrarot-Trockner: In den meisten Fällen ist es nicht die Heizelemente selbst, die versagen. Meistens liegt das Problem an den Anschlussstellen.
Wenn diese Geräte Wärme erzeugen, befinden sich die Leitungen in einer Art „Kriegszone“. Wenn die Abdichtung nicht perfekt ist, dringen Sauerstoff und Feuchtigkeit ein. Sie zerstören die Isolierung, bis sie brüchig wird und Risse bekommt. Danach kommt die Carbonisierung. Und wenn das passiert, hat man ein Kurzschlussproblem – das Ende ist da.
Das Problem des „Alterns“
Die meisten Hersteller verwenden einfach nur etwas Kunststoffkleber oder locker angebrachte Verbindungen – und das soll dann ausreichen. Doch in einem Umfeld mit hohen Temperaturen hält so etwas einfach nicht stand.
Sie haben das sicher schon gesehen: Der Kunststoff wird braun, wird brüchig und schließlich abblättern. Wenn die Leiter nun frei liegen, kann schon jede kleine Vibration oder Wärmeeinwirkung dazu führen, dass es zu einem Kurzschluss kommt.
Wie wir sie wirklich abdichten
Wir kleben die Leitungen nicht einfach zusammen – das wäre katastrophal. Stattdessen verwenden wir hochtemperaturbeständige Dichtstoffe sowie präzise verarbeitete Anschlüsse, die vakuumversiegelt werden. Dadurch entsteht eine vollständig luftdichte Barriere – ohne Luft, ohne Feuchtigkeit, ohne Oxidation.
Es handelt sich dabei um einen dreistufigen Prozess: Zuerst erfolgt eine thermische Schrumpfung, anschließend wird der Kunststoff mit Hochtemperatursilikon dicht gemacht. Zum Schluss wird eine verstärkte Außenhülle angebracht. Dadurch bleibt die Leitung flexibel – sie kann sich bei Erwärmung ausdehnen, ohne dabei von der Abdichtung gelöst zu werden.
Der Kompromiss
Es gibt jedoch einen Haken: Eine lückenlose Abdichtung benötigt etwas mehr Platz. Wenn Sie einen besonders kompakten Trockner entwerfen wollen, müssen Sie genug Platz für diese verstärkten Abdichtungen lassen. Wenn Sie alles zu eng zusammenpacken, entsteht mechanischer Stress auf dem Quarztubus – und ein gestresster Tubus ist ein gebrochener Tubus.
Nächstes Mal, wenn Sie die Spezifikationen der Leitungen überprüfen, fragen Sie den Hersteller genau nach der Art und Weise, wie er die Abdichtung herstellt. Wenn er Ihnen keine klare Antwort geben kann, handelt es sich wahrscheinlich um ein Produkt, das bereits nach ein paar hundert Betriebszyklen kaputtgeht.